Endlich wieder vereint – Unser erstes Wochenende

Nach 176 Tagen können wir unsere kirgisischen Freunde endlich wieder in die Arme schließen. Das erste Wochenende ist für die gemeinsame Zeit mit den Gastfamilien vorgesehen. Somit hat jeder die Chance, die erste gemeinsame Zeit ganz individuell zu gestalten.
ERWARTUNGEN
Ich denke, dass dies ein schönes erstes Wochenende mit vielen neuen Eindrücken für die Kirgisen werden wird. Ein Wochenende voller positiver Energie und vielen lächelnden Gesichter, wie Herr H. sagen würde.
Dort standen wir nun, zitternd, auf Gleis 10 des Bremer Hauptbahnhofes, mit Hüten und Plakaten ausgestattet und warteten gespannt. Im kühlen Wind wehte die kirgisische Flagge.
Als wir die zwei Vorderlichter des Zugs erblickten und das Quietschen der Bremsen hörten, machten wir uns auf den Moment bereit, auf den wir uns 25 Wochen gefreut hatten. Wir rannten am Zug entlang und suchten nach unseren kirgischen Freunden. Endlich erblickten wir, ein uns bekanntes Gesicht: Samara, die Lehrerin. Und nach und nach entdeckte jeder seinen Austauschpartner. Die Freude, dass wir uns endlich alle in die Arme schließen konnten, war riesig. Nach einem Schwall aus Umarmungen nahmen wir die Koffer unserer Austauschpartner bzw. wir versuchten es mit mehr oder weniger Erfolg, da die meisten der Kirgisen diese Hilfe nicht annehemen wollten. Wir begaben uns alle zu den Autos und fuhren nach Hause. Im trauten Heim angekommen, gab es für unsere vier Kirgisen erstmal ein paar Fladenbrote, Tzatziki und Oliven. Danach fielen wir müde in die Betten und schliefen ein.
Am nächsten Morgen gab es erstmal ein gut bestücktes Frühstück. An diesem Tag wollten wir den Kirgisen die Innenstadt zeigen, damit sie den Bremern schon mal ein Stück näher kommen konnten. Anton hatte an diesem Tag ein Fußballspiel und Barsbek hatte es sich nicht nehmen wollen, beim Spiel zu zusehen. Nach einem gewonnen 2:0 kamen beide nach Hause. Währenddessen habe ich mit den anderen einige typisch kirgisischen Kartenspiele gespielt, wie zum Beispiel „Idiot“ und „Schwarze Frau“, was das gleiche wie „schwarzer Peter“ist. Der Verlierer musste den anderen einen Wunsch erfüllen, was damit endete, dass ich versuchte ,den „Kurut“ Geschmack mit Wasser wegzubekommen. Nach einer guten Stunde, entschieden wir uns dazu, mit dem Bus und der Bahn in die Stadt zu fahren. Bei einem bekannten Fast Food Restaurant, trafen wir auf die anderen.
Für viele Kirgisen war es der erste Besuch, bei dem besagten Restaurant, da es dies in Bischkek nicht gibt. Nachdem weitere Leute dazu gestoßen waren, wollten wir mit unserer kleinen Touristenführung beginnen. Der Schnoor war die erste Station unserer Exkursion und dort fragten wir einen verkleideten Mann nach der engsten Gasse im Schnoor. Auch der Marktplatz bot sich gut an, um den eigenen Instagram-Account aufzufüllen. Weiter ging es dann in der Söge- und Böttcher-Straße, in der die Bonbon Manufaktur nicht lang unentdeckt blieb. Natürlich gehört zu einem typischen „Bremer Tag“ nicht nur der Roland, die Bremer Stadtmusikanten und weitere Sehenswürdigkeiten, sondern auch das Norddeutsche „Schietwetter“, das uns den ganzen Tag über begleitete.                                                                                            PHOTO-2019-03-19-01-08-34
Am späten Nachmittag fuhren alle wieder zu sich nach Hause, um sich mit Mittagessen, für den Abend, zu stärken. Jasper hatte uns nämlich angeboten, in einem kleinen Schuppen seines Rudervereins, ein wenig zu entspannen, zu essen und Musik zu hören. Obwohl es in dem kleinen Raum keine Heizung gab, war es auf den alten Sofas und zwischen den vielen Decken, wohlig warm. Zwischendurch gingen wir auch zum Steg ans Wasser. Einige Kirgisen nutzten die Gelegenheit um ein wenig in der Gegend herum zu radeln. Es wäre wahrscheinlich schlauer gewesen zu fragen, in welche Richtung sie fahren wollten, aber auf diese Idee war niemand gekommen. Als wir also aufbrechen wollten, fehlten zwei der Gruppe. Im gelblichen Licht der Straßenlaternen suchten wir nach den Verschollenen. Jasper, Anton und Lennart machten sich auf der Linken Seite auf die Suche, bis die zwei Vermissten, nach einer halben Ewigkeit von der rechten Seite angefahren kamen.
Alles war gut gegangen und wir waren vollzählig. Wir sind dann mit der Bahn zurück gefahren und früh ins Bett gegangen, da am nächsten Tag, die Fahrt nach Sahlenburg anstand.
Am Sonntag Morgen sind wir relativ früh aufgestanden, um nicht zu spät in Sahlenburg anzukommen. Nicht alle hatten sich dazu entschieden an die Nordsee zu fahren, so waren wir nur eine kleine Gruppe. Nach dem Frühstück ging es mit den Autos an die Nordsee. Nach gut eineinhalb Stunden waren wir am Meer angekommen. Auch das war für die Kirgisen die erste Begegnung mit dem Meer und mit Ebbe/Flut. In einem kleinen Museum über die Nordsee schauten wir uns die ausgestopften Nordsee Tiere an. Später am Strand war es furchtbar windig und fast ein bisschen stürmisch, aber trotzdem schien die Sonne und auch nur einige vereinzelte Wolken mischten sich unter den blauen Himmel. Da wir fanden, dass dies die perfekten Bedingungen für eine kleine Wattwanderung seien, rissen wir uns die Schuhe und Socken vom Leib und liefen durch das kalte Watt. Da sich das Gefühl in unseren Füßen nach kurzer Zeit verabschiedet hatte, war es auch garnicht mehr so kalt. Die Erwachsenen warteten währenddessen am Strand. Wir kamen völlig durchnässt an den Strand zurück. Einige Kirgisen sammelten Muscheln und natürlich wurden auch weitere Fotos gemacht. Zurück im kleinen Dorf bekam jeder Kirgise ein Fischbrötchen in die Hand gedrückt, das sie in einer kleinen Fischbude verspeisten. Allen hatte es auch sehr gut geschmeckt. Danach wollten wir noch ein Eis essen, um das Fischbrötchen etwas abzurunden. Die Eisdiele hatte genau vier Eissorten mit vier verschiedenen Joghurt-Varianten. Nachdem jeder die Qual der Wahl hatte, gingen wir, mit einem Eis bewaffnet, durch den Wald spazieren. Der Spielplatz der uns auf dem Weg begnete, sah so verlockend aus, dass wir alle erstmal Rutschen, Schaukeln und Seilbahn fahren mussten. Nach zwei Runden des lustigen, aber doch recht brutalen, kirgisischen Spiel, bei dem einer versuchen muss, durch die Arme der gegenüber stehenden zu rennen, gingen wir am Strand zu den Autos zurück. Die Flut hatte währenddessen eingesetzt und somit hatten die Kirgisen auch die Chance, das „richtige“ Meer zu sehen. Alle haben sich sehr über die neuen Eindrücke gefreut und wir alle waren am Abend sehr erschöpft und wollten uns nur noch ausruhen. Trotzdem wurden wir am Abend noch einmal in unserer Ruhe gestört, als wir erfuhren, dass sich Dastan beim Fahrradfahren den Arm verletzt hatte und ein Stückchen vom Knochen abhanden gekommen war. Zum Glück wurde er gut versorgt und er konnte am nächsten Tag wieder mit einem Lächeln zur Schule kommen.
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BEMERKENSWERTES
Ich muss sagen, dass ich nach der kleinen Exkursion an die Nordsee aber auch unserer eigene kleine Stadtführung bemerkt habe, dass Norddeutschland schon ganz schöne Ecken hat. Und es macht Spaß, den Kirgisen alles zu zeigen, also wie wir hier leben, die Kultur, die Landschaft und vieles mehr.
HERAUSFORDERNDES
Es ist wirklich etwas anderes, wenn man Gast oder Gastgeber ist. Als Gast fühlt man sich eigentlich immer ganz sicher und behütet, obwohl man fremd in einem Land ist. Aber als Gastgeber hat man noch viel mehr Verantwortung und man fühlt sich auch schnell schuldig, wenn es den Gästen nicht gut geht oder etwas schiefläuft. Somit fühlt man sich trotz alltäglichen Situation in der eigenen Stadt doch ein wenig unsicher.
FAZIT
Es gibt gute und schlechte Kombinationen. Eis und Joghurt lässt sich gut kombinieren. Sonne und eine Wattwanderung auch.
Wie das bei den Kirgisen und Fahrrädern aussieht, darüber bin ich mir noch nicht ganz im Klaren.

Hurra, die Kirgisen kommen..

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Anträge und Programmentwürfe? Eingereicht und hundertmal überarbeitet.

Freistellungen und Raumbuchungen? Ausgehandelt, kommuniziert und eingetragen.

Finanzielle Unterstützung? Zugesichert, angefordert und überwiesen.

Gastgeschenke? Besorgt und bereitgelegt.

Empfangskomitee in der Schule?  Aufgestellt, vorbereitet und eingeschworen.

Innere Ruhe? Gesucht ….noch nicht gefunden.

Fast genau ein halbes Jahr nachdem wir glücklich, traurig und stolz aus Kirgistan nach Bremen zurückkehrten, werden wir heute unsere Freunde aus Bischkek wiedersehen. Unsere Rollen sind in diesen grauen Märztagen aber getauscht. Für zwei Wochen sind wir Gastgeber für 14 Schüler und 2 Lehrer unserer Partnerschule in Bischkek, können uns endlich für die Gastfreundschaft revanchieren. Zwei Wochen lang werden wir den kirgisischen Freunden unser Bremen vorstellen, es gemeinsam (neu) entdecken und verstehen. Die Gastfamilien planen bereits Touren an die Nordsee und das Erlebnis „Kirgisen entdecken Meer“. Wir fahren nach Bremerhaven, Vegesack und Badenstedt, wichtige Termine an der Domsheide stehen an und sehr interessante Gesprächspartner besuchen uns am Gymnasium Links der Weser. Wir werden unser Projekt, die Erforschung von Migrationsprozessen, mit Blick auf die deutschen und Bremer Verhältnisse fortführen und erweitern. Es wird geschrieben, entwickelt und geschnackt.

Der Kirgistanaustausch geht also in Runde Zwei. Ambitioniert wie eh und je. Unsere Vorfreude ist riesig, eine ganze Schule gespannt…

„Der Worte sind genug gewechselt, Laßt mich auch endlich Taten sehn!“                                                                                                                                  (Faust I, 214f.) 

 

Kirgistanabend am 29.11.

Plakat Kirgistanabend2.1

Seit beinahe 2 Monaten ist unser Schulaustausch nun vorbei und es ist längst Zeit unsere Erlebnisse noch einmal mit allen Interessierten zu teilen. Am Donnerstag, den 29.11. laden wir deshalb alle Interessierten herzlich zu unserem Kirgistanabend ein.

Wir werden Bilder zeigen, unsere Eindrücke und Erkenntnisse vorstellen und für jede kleine und große Frage zur Verfügung stehen. Außerdem haben wir noch ein paar kirgisische Vorräte, die sich zu kosten lohnen.

Wir freuen uns auf euch!

Tag 12

Heute heißt es „Auf Wiedersehen“, denn das Schöne ist, dass sich alle voraussichtlich im März wieder in die Arme schließen können. Daheim warten derweil Familie, Freunde (und ein paar Schulaufgaben).

Meine Erwartungen

Treffpunkt 3:00 Uhr Manas Airport Bischkek. Das verheißt eine sehr kurze Nacht und/oder keinen Schlaf. Ich glaube, dass der Tag etwas stressig starten wird und doch werden wir eigentlich glücklich sein, denn wir haben eine tolle Zeit erlebt und schließen bald wieder unsere Lieben in die Arme.

Meine Erlebnisse

Ich habe wirklich nur kurz die Augen zugemacht, dafür gab es mit meiner Austauschpartnerin einfach viel zu viel zu bereden. Wir sind uns wirklich ans Herz gewachsen und dann fällt es einfach schwer, loslassen zu können. Als dann endlich der Wecker klingelte, sprangen wir auf und dann ging alles schnell. Der Koffer war weitgehend gepackt, schnell noch einmal frisch gemacht, einen kleinen Happen gegessen. Alles wuselte, eilte, übeprüfte, ob alles da ist. Die wichtigsten Dinge hatte ich sowieso an mir: Pass, Portemonnaie, Telefon. Kurz bevor wir das Auto bestiegen, haben wir uns jedoch noch einmal nach kirgisischem Brauch auf eine Bank gesetzt und zwei Minuten Stille genossen. Ich erinnerte mich, wie ich vor 10 Tagen hier angekommen, wie so vieles für mich ganz neu war und man jetzt nach eigentlich kurzer Zeit schon soviel miteinander erlebt und geteilt hat.

Die Fahrt zum Flughafen dauerte dann nicht sehr lang. Wir sprachen über unsere Erlebnisse und meine Gasteltern wollten natürlich wissen, ob es mir in Kirgistan gefallen hätte. Auch wenn vieles so anders ist, es in Deutschland viel mehr Komfort gibt, kann ich diese Frage immer nur bejahen. Es war wunderbar. Am Flughafen angekommen waren einige unserer Gruppe schon da, andere kamen erst später. Meine innere Anspannung stieg, denn es war klar, dass ich mich jetzt von Meerim verabschieden musste. Denn dann ging alles schnell: letzte Küsse, Drücker, Fotos, viele Tränen und dann Anstellen zum Einchecken. Das dauerte sehr lange, vor allem weil alle Übergepäck hatten und mancher noch sehr schnell seinen Koffer von oben nach unten neu organisierte. Jeder war von seiner Gastfamilie natürlich reich beschenkt worden und hatte darüber hinaus auch noch eigene Souvenirs und Mitbringsel eingekauft.

Als wir alle endlich eingecheckt hatten, blieb uns nur ein kurzer Moment, den Austauschpartner an uns zu drücken und Lebwohl zu sagen. Dann ging es zur Passkontrolle, die erfreulicherweise schnell und unkompliziert lief und so entschwanden wir langsam aus dem Blickfeld unserer Freunde, die noch lange nach uns schauten und winkten. Mittlerweile war es schon kurz vor 5 und wir kamen gerade rechtzeitig zum Boarding. Und dann saßen wir im gut gefüllten Flieger. Es war laut, es war eng und trotzdem fiel eine große Portion Stress von uns ab. Jetzt ging es nach Hause. Mich selbst hielt es nicht lange wach und ich schlief kurz nach dem Abheben ein. Als ich aufwachte, waren schon einige Stunden vergangen, mittlerweile war es hell und aus dem Fenster konnte man unzählige schneebedeckte Berge und mächtige Gebirgsketten sehen. Waren wir etwa immer noch in Kirgistan? (Nein, wir sind in diesem Moment über den Iran geflogen. Anm. d. Red.) Der Flug dauerte dann noch ein ganz schönes Stück und am spannendsten war eigentlich nur, dass irgendwann nochmal ein einzelner riesiger Berg aus den Wolken guckte. (Das war der Ararat, der Grenzberg zwischen Armenien und der Türkei. Anm. d. Red.) Als wir dann endlich in Istanbul ankamen, stellten wir unsere Uhren drei Stunden zurück und besorgten uns etwas zum Frühstück. Leider war ja erst der erste Reiseabschnitt nach Hause geschafft. Irgendwann gab es auch ein Gate für uns, wir fanden sogar Sitzplätze zum Warten und träumten uns so langsam nach Hause.

Unser Schlafdefizit ließ mich auch den Flug nach Hamburg weitgehend verschlafen. Draußen sah man eh nur Wolken und Grau. In Deutschlands Norden angekommen empfing uns dann auch standesgemäß Nieselregen, allerdings ging die Passkontrolle durch diese neuartigen Automaten sehr schnell und wir brauchten nur darum zittern, ob es unsere Koffer bis hierher geschafft hatten. Hatten sie und eigentlich war jetzt die große Aufregung durch. Mit dem Zug nach Bremen – was sollte da schon schief gehen? Natürlich war es etwas voller und bis wir alle einen Sitzplatz gefunden hatten, dauerte es einige Momente, aber irgendwann konnten wir uns alle in Ruhe zurücklehnen. Als der Zug an einem Bahnhof stoppte, wurden jedoch zwei unserer Koffer versehentlich von einer Kontrolleurin auf den Bahnsteig rausgestellt. Sie dachte, dass die beiden Koffer zu einer älteren Dame gehören, die um Hilfe beim Aussteigen bat. Nach kurzer Zeit bemerkte jemand von uns, dass die Koffer fehlten und nun war die Entspannung vorbei. Mit Hilfe der Kontrolleurin und der Polizei versuchte man nun die Koffer mit dem nächsten Zug nach Bremen zu bekommen, was glücklicherweise gelang.

Und nun rollten wir in Bremen ein, sahen eine große Traube sehnsüchtig wartender Eltern und als sich die Türen öffneten, stürmte sich alles entgegen. Was für ein toller Moment! Alle waren überglücklich, nach dieser großen Abenteuerfahrt so weit von Zuhause entfernt wieder beieinander zu sein. Aber wir wollten in diesen Moment auch nicht vergessen, wer uns diese wahnsinnig tollen Erlebnisse ermöglicht hatte und so bedankten wir uns mit unseren Eltern ganz herzlich bei unseren Lehrern. Nach all den Nachtschichten, Problemen, Ausarbeitungen und Absprachen hatten sie es sich mehr als verdient, einmal im Zentrum zu stehen und unseren Applaus, Blumen und ein kleines Geschenk zu erhalten.

Während die anderen sich gegenseitig verabschiedeten und nach Hause gehen konnten, mussten Saihan und ich (Carlene) noch eine knappe Stunde auf den nächsten Zug aus Hamburg warten, in der Hoffnung, dass die verloren gegangenen Koffer mit im Zug sind. Glücklicherweise waren sie dabei und wir konnten jetzt auch erleichtert nach Hause fahren.

Fazit:

Dieser Austausch war unglaublich toll und er wird für uns unvergesslich bleiben. Dass uns der Abschied von den Kirgisen so schwer fiel, zeigte, dass wir uns alle miteinander sehr gut verstanden hatten und richtige Freundschaften entstanden waren. Unheimlich viele Tränen flossen und wir werden alle noch ein wenig brauchen, diese zwei Wochen zu verarbeiten. Wir können es jetzt schon kaum abwarten, die Kirgisen im März in Bremen zu begrüßen und hoffen, dass dieser Austausch jetzt mehr ins Bewusstsein der Schule und Schüler gerückt ist. Man muss Kirgistan selbst erlebt haben und niemand wird bereuen, einmal über seinen Tellerrand geschaut zu haben.

Tag 11

Kaum angekommen und eingelebt, ist auch schon der letzte Tag angebrochen. Intensive Tage liegen hinter uns und viel wird noch zu tun sein. Aber heute gilt es langsam Abschied zu nehmen…

Meine Erwartungen:

Ich (Anton) freue mich einerseits auf diesen Tag, da auch der letzte Teil unserer Gruppe die Chance hat, einen Experten zum Thema „Migration“ zu interviewen. Die Aspekte und Fragen, die wir in der Schule gesammelt haben, noch einmal durch einen Fachmann beurteilt und beantwortet zu bekommen, ist für uns sehrs hilfreich und für mich auch irgendwie spannend. Andererseits wird der letzte Tag durch die vielen Verabschiedungen sehr traurig werden.

Meine Erlebnisse:

Der Tag startete für mich um 8:15 Uhr durch meinen guten Freund, den Wecker. Ich ging duschen und machte mich bereit für den heutigen Tag, indem ich meine Jogginhose links liegen ließ und nach meiner dunklen Jeans kramte. Bevor wir uns auf den Weg machen konnten, musste ich aber noch meine Suppe essen und meinen Tee trinken. Solche Dinge den Kirgisen auszuschlagen, ist unmöglich. Verhungern konnten wir hier keinesfalls. Dafür wurden wir einfach viel zu gut und reichhaltig umsorgt. Mit einem gemeinsamen „Omen“ wurde das Essen schließlich beendet und wir kamen leider erst verspätet zur Schule los. Wir fuhren mit der Frau von Aizhans Bruder, mit der ich mich angeregt über die Kultur und die Tradition Kirgistans unterhielt. Nach der 40 minütigen Busfahrt und einer Vielzahl an neu gewonnenen Wissen über Kirgistan stiegen wir aus und gingen in die Schule. Wie an jedem Tag grüßte uns der Hausmeister in einer Mischung aus Kirgisisch und Deutsch. Zu unserem Glück gab es technische Probleme mit der White Board-Tafel, wodurch es nicht besonders auffiel, dass wir zu spät kamen. Kurz vor 10 trudelten auch die letzten ein und wir fingen mit den Nachbesprechungen der Interviews an. Zunächst ging es weniger, um Kritik, Lob, Tipps und Tricks, sondern um Inhaltliches, da jeder Schüler in anderen Interviewgruppen war. Um ein gemeinsames Verständnis der Thematik „Migration“ und der Position unserer Interviewpartner zu erreichen, sollten wir kurz unsere Institution und deren Ziele und Aufgaben vorstellen, auf eine wesentliche Aussage eingehen und dann die Antworten auf unsere Basisfragen darlegen. Zur Begeisterung unserer Lehrer verlief gerade dieser wichtige Teil sehr behäbig und mussten sie teilweise stark lenkend eingreifen. Die anderen konnten ihre Informationen mehr oder weniger gut darstellen. Im Allgemeinen zeigte sich jedoch, dass die Informationen durch unseren Experten der IOM auch durch die einzelnen Interviewpartner gestützt werden, sie jedoch an manchen Stellen mit Blick auf ihr individuelles Arbeitsfeld differenzieren. (Dazu an anderer Stelle mehr.)

Dann klopfte es auf einmal und das kirgisische Fernsehen kam früher als verabredet. Zuerst wurde das Unterrichtsgeschehen auf Film und Foto gebannt und dann wollte man noch ein Interview mit 2 Schülern führen. Unser Lehrer war wegen des gekaperten Unterrichts an dieser wichtigen Stelle recht genervt und überließ dem Filmteam den Raum. Umso problematischer war, dass Frithjof und ich nicht etwa über unser Projektthema oder ein paar Hintergründe unseres Austausches befragt wurden, sondern ganz allgemeine Fragen zu Kirgistan gestellt bekamen. Wie gefällt es euch hier? Würdet ihr hier gerne leben? Was sagt ihr zu den Nomadenspielen? Am Ende gab es noch ein Foto der gesamten Gruppe vor dem Schulgebäude und wir konnten weitermachen.

Im zweiten Teil des heutigen Projektunterrichts ging es dann um die Reflexion des Austausches. Hierzu hatte der neue Deutschlehrer der Schule 69 eine aktive Variante vorbereitet, die ebenfalls auf dem Schulhof stattfand. Im Kreis stehend mussten wir uns zu jeder Frage enstprechend unserer Zustimmung positionieren. Je näher wir ihm in der Mitte kamen, umso mehr bejahten wir die Frage. Schön zu sehen war, dass wir uns als Gruppe oftmals ziemlich nah kamen, da wir alle ähnliche Einschätzungen besaßen und die Fragen nach Lerneffekten, Zufriedenheit, Atmosphäre mit einem klaren „Ja“ beantworteten. Außerdem bekamen wir ausführliche Fragebögen, um unsere Gedanken über den Austausch und die Zeit in Kirgistan ausführlicher festzuhalten. Jeder Schüler nahm sich viel Zeit fürs Ausfüllen und half seinem kirgisischen Partner mit problematischen Vokabeln. Durch die beiden Aufgaben haben wir uns nochmal genauere Gedanken über den Austausch gemacht und sind zu dem Entschluss gekommen, dass es eine unvergesslich schöne und interessante Zeit war. Ich kann den Austausch an jeden weiterempfehlen, der offen für neue Menschen und eine andere Kultur ist. Danach war für die meisten Schüler Schluss (abgesehen von einigen Schreib- und Kaufaufträgen). Für uns (Frithjof, Dastan, Begaim, Aizhan und ich) stand jetzt jedoch das Interview mit der Friedrich Ebert-Stiftung an. Zum Glück hatten wir vorher aber eine zweistündige Pause, in der wir mit allen Koreanisch essen gegangen sind.

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Das Interview verlief dann sehr gut. Der Regionaldirektor der Friedrich Ebert-Stiftung in Kirgistan Alexander Rosenplänter war wirklich nett, sehr zuvorkommend und ließ sich auf alle Fragen von uns ein. Es war eine überaus freundliche Atmosphäre und die ganze Zeit ein Gespräch auf Augenhöhe. Wir sprachen über die sehr vielfältigen Tätigkeitsfelder der FES, darüber dass man sowohl mit dem Parlament als auch mit Jugendclubs zusammenarbeitet und dass man sehr viel Wert darauf legt, mit den Kirgisen gemeinsam gesellschaftliche Entwicklungsprozesse anzustoßen. Auch die FES sieht die wirtschaftliche Lage Kirgistans als Auslöser der starken Migration an und versucht auf ihre Weise Änderungen in den teils verkrusteten Strukturen zu erreichen, die dann langfristig in Pull-Effekten für Kirgistan münden könnten. Leider hatte er eine Stunde später bereits eine Konferenz. Wir übergaben unser kleines Geschenk, Herr Rosenplänter freute sich aufrichtig und  wir schossen schnell noch ein paar Fotos mit ihm und einem Papp-Ebert. Wirklich schön war, dass er uns zum Bleiben inlud, schließlich wären noch Tee und Kekse da. Diese Chance nutzten wir und sprachen mit der deutschen Praktikantin, die für drei Monate in Kirgistan ist und gerade am Morgen an einer kleinen Konferenz mit Frauen im sogenannten „Gender Lab“ teilgenommen hatte. Wir sprachen nun ganz offen über Dinge wie Sexualität, Homosexualität und den Blick der Kirgisen darauf. Für uns Deutsche war es überraschend, dass die Kirgisen keine Informationen in der Schule zu diesen Themen erhalten und gerade die Mädchen nur daheim aufgeklärt werden. Ihr sehr kirtischer Blick auf unterschiedliche sexuelle Orientierung ist dabei stark von Religion (in Kirgistan vor allem der Islam) und der traditionsverhafteten Gesellschaft geprägt.

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Im Anschluss haben wir uns mit dem Rest getroffen, manche waren vorher noch auf dem Osch-Basar einkaufen, und sind Rollschuh fahren gegangen. Danach gab es Pizza und wir ließen den letzten Abend ruhig ausklingen, schließlich war der Treffpunkt am Flughafen mit 3 Uhr am Morgen ordentlich früh. Bevor die ersten Kirgisen gehen mussten, bekamen wir noch kleine Geschenke als Andenken an die schöne Zeit. Unter Tränen verabschiedeten sich die, die am nächsten Morgen nicht am Flughafen sein konnten und gegen 22:00 Uhr löste sich unsere Gruppe auf. Wir fuhren mit unseren Partnern zu den Familien, um den letzten Abend mit ihnen zu verbringen. Auch von ihnen bekam ich Geschenke für meine ganze Familie und man merkte noch einmal, dass Gastfreundlichkeit und Höflichkeit in Kirgistan ein sehr wichtiger Teil für sie ist. Und so schlief ich einerseits mit einem traurigen, aber auch glücklichen Gefühl schlief ich ein.

Bemerkenswertes

Die Offenheit unseres Interviewpartners, die die Antworten in langen und verständlichen Sätzen erklärten.

Die Familien und Austauschschüler, die uns sehr schätzen und nicht mehr gehen lassen wollten.

Herausforderndes

Die Antworten der Experten aufzunehmen und daraus weiter Fragen zu entwickeln. Es gelang uns nicht immer, aber für den Anfang hat es gereicht.

Fazit:

Umso trauriger der Abschied, desto schöner der Austausch.

Tag 10

Kühe, Pferde, Berge, Täler, Jurten – in verschiedenen Ausprägungen, Mengen, Höhen, Tiefen. Zurück in der Stadt wird es nun auf andere Weise spannend – die Schüler interviewen heute hochkarätige Partnerinstitutionen.

Meine Erwartungen

Man ist nicht alle Tage zu Gast in der deutschen Botschaft und trifft die höchste deutsche Vertreterin, sodass mir (vielleicht mehr als den Schülern) etwas mulmig ist. Die Interviewanfragen erfolgten bereits vor Monaten, jetzt also sollen es die Schüler richten und uns mit ihren Fragen das nötige Wissen zur Beantwortung unserer Projektfragen akquirieren. Würde jeder Schüler gut vorbereitet kommen, würde man sich für Jogginghosen und Tennissocken schämen müssen, würden die Interviewpartner fair und offen mit uns umgehen? Meine Nerven waren merklich gespannt.

Meine Erlebnisse

Aus der Jurte raus und rein ins Hemd. Für mich standen heute zwei Interviews an – ich würde Schüler gegen Mittag zur deutschen Botschaft begleiten und am frühen Nachmittag zur ZfA. Gleichzeitig hatte eine Schülerin Geburtstag und musste mit Recht noch entsprechend bedacht werden. Doppelt und dreifacher Check, ob alles Nötige auch am Mann ist: Geburtstagskärtchen – und kerzen, Aufmerksamkeiten für unsere Interviewpartner, Improvisationsfragen, Schreibgerät und vor allem der Pass, um bis zur Botschafterin vorgelassen zu werden. Kurz vor der Schule komplettierte noch ein kleiner Schokokuchen das illustre Ensemble und man stellte bei Ankunft fest, dass sich die Nacht in der kalten Jurte offensichtlich etwas auf den Schlafrhythmus der Kinder gelegt hatte. Kleinere Verspätungen, die auf den Verkehr geschieben werden konnten, aber alle angemessen gekleidet. Sehr gut. Dann aber der erste Dämpfer: Einen Schülermagen hatte es ärger erwischt als der meinige in den Tagen zuvor und ausgerechnet die Gruppe für das Interview mit der Botschafterin reduzierte sich auf auf zwei Schüler. C´est la vie!

Nach dem standesgemäßen Geburtstagsständchen für Greta (die Gott sei Dank zu spät kam, sodass jeder in Ruhe die Karte unterschreiben konnte), ging es endlich ans Feintuning, letzte Hinweise und Mahnungen. Die Schüler steckten die Köpfe zusammen, strichen allzu geschlossene Fragen, ergänzten „provokante“ Thesen und gemeinsam einigten wir uns auf die Idee, als Vergleichsmoment drei Skalen einzuführen, auf denen sich unsere Interviewpartner positionieren sollten. Hintergrund hierbei war, damit die Arbeit der jeweiligen Institution besser nachvollziehen zu können und wiederum Diskussionsanreize zu geben. Fördert oder verhindert man Migrationsprozesse? Versucht man sie eher zu steuern oder lässt man sie unkontrolliert geschehen? Wirkt man stark oder schwach auf Migrationsprozesse in Kirgistan ein? Die Schüler arbeiteten ruhig, konzentriert und motiviert – und gaben damit ihrem Lehrer die nötige Portion Ruhe zurück.

11:30 Uhr also Termin mit der deutschen Botschafterin in Kirgistan (oder wie das Auswärtige Amt formulieren würde „Kirgisistan“) und pünktlich standen wir (ein deutscher Schüler, ein kirgisischer und ich) zur Stelle, um durch einige Sicherheitsschleusen zu ihr vorgelassen zu werden. Es folgte ein sehr offenes und informatives Gespräch mit Frau Iwersen, die sich viel Zeit für unsere Fragen nahm. Sie bestätigte an vielen Stellen die Ausführungen des IOM-Experten, die wir am vergangenen Freitag erhalten hatten und betonte darüber hinaus, dass sich Migration aus Kirgistan nach Deutschland vor allem auf junge Menschen bezieht, die in Deutschland vor allem die gute Ausbildung schätzen, danach aber oft wieder das Land verlassen und zurückkehren. Interessant darüber hinaus war das langjährige Bestehen der deutschen Botschaft in Bischkek. Bereits 1992 nahm Deutschland diplomatische Beziehungen zu Kirgistan auf, unterstützte ganz bewusst das gerade unabhängige gewordene Land und war damit bis in die 2000er Jahre die einzige europäische Ländervertretung vor Ort. An dieser Stelle spannte Botschafterin Iwersen den Bogen zu einem weiteren Punkt, den wir bereits kennengelernt hatten – den der damals noch relativ starken deutschen Minderheit, die ihre Heimat ja unter anderem in Rotfront hatten. Weitere Interviewdetails werden an anderer Stelle dieses Blogs noch veröffentlicht werden. Nach über einer Stunde angeregten Gespräches verließen wir mit guten Wünschen der Botschafterin die deutsche Vertretung (die sich sehr über unseren kleinen mitgebrachten Gruß aus Bremen freute) und während sich die beiden Schüler in die Freizeit und Aufarbeitung des Interviews ergaben, machte ich mich auf den Rückweg zur Schule, versuchte mich nicht vom wilden Verkehr überrollen zu lassen und sprang mit der nächsten Interviewgruppe ins Taxi zur ZfA.

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Aufgeteilt auf zwei Taxen ging es diesmal motorisiert über Bischkeks Straßen zum ehemaligen Arbeitgeber, der Zentralstelle für Auslandsschulwesen in Person von Rebekka Wagner, der Fachberaterin für Deutschlehrer Kirgistan. Die Interviewgruppe war zwar einiges größer als zuvor in der Botschaft und doch entstand ein lebhaftes Gespräch zu verschiedenen Fragen über Auslandsschularbeit, vor allem ihren Sinn und Zweck. Frau Wagner betonte den Wert des Perspektivwechsels aus dem deutschen Schulsystem heraus und die Möglichkeit für kleine und größere Abenteuer des Auslandslehrers. Nicht zuletzt ging es dann aber auch um die Vorteile für die Deutsch lernenden Schüler, die endlich von Muttersprachlern in die Untiefen der deutschen Grammatik eingeführt werden können. Spaß beiseite. Der Autor hat selbst erfahren, wie wichtig und erfolgreich konsequenter Unterricht in der Zielsprache ist und welche Sicherheiten versierte (!) Muttersprachler den Schülern geben können. Andererseits entspann sich gerade an dieser Qualifizierung der Schüler die Diskussion über mögliche Nachteile und die Frage, inwiefern die Auslandsschularbeit Migration noch befördert. Frau Wagner wies diesen theoretischen Vorwurf zurück und legte dar, dass alleine die Chance, ein Praktikum oder ein Studium in Deutschland aufgrund der erworbenen Sprachkenntnisse aufzunehmen, noch nicht als Förderung zu verstehen sei. Auch dieses Interview werden wir an anderer Stelle noch einmal genauer zusammenfassen. Die Schüler überreichten zum Abschied ein kleines Dankeschön und damit war der heutige Tag für mich zunächst vorbei.

Gemeinsam wertete ich diesen Tag mit meinem Gastgeberbruder aus, der mir nicht nur auf grandiose Weise Herberge bot, sondern auch sehr viel inhaltliche und konzeptionelle Hilfe leistete. Er war mit mehreren Schüler bei der GiZ und berichtete von einem ebenso freundlichen wie auch gut vorbereiteten Empfang. Die Schüler gingen dann nicht nur mit kleinen Gastgeschenken heim, sondern auch mit dem Wissen, dass die GiZ an verschiedenen Stellen Wirtschaftshilfe für Kirgistan leistet. Am interessantesten war hierbei der Ansatz der GiZ, auf die berufliche Qualifizierung der Kirgisen einzuwirken, um damit allgemein die Beschäftigungssituation zu verbessern. Sei es, indem man Schulen und Arbeitsämter stärkt, man auch Frauen in eher männertypische Arbeitsbereiche eindringen lässt und sie in Schweißen, Bauen und Sanitärtechnik einführt und auch, dass man auf eine bessere Zertifizierung schon vorhandener Qualifikationen setzt. Letzteres sei vor allem ein Problem, das den kirgisischen Arbeitsmigranten immer wieder begegnet – dass ihre Erfolge, Leistungen und Qualifikationen nicht angemessen anerkannt werden. Ein spannendes Gespräch, bei dem ich leider nicht dabei sein konnte, was aber ebenfalls noch an anderer Stelle näher dargelegt werden wird.

Der Tag ging dann zum Glück entspannt zu Ende und hatte auch einmal ein wenig Raum für individuelle Abendgestaltung.  Irgendwann gegen Eins, nach erfolgter Redaktionssitzung mit mir selbst zu diesem Blog und letzten Orga-Aktivitäten, ging es dann auch ins Bett.

Bemerkenswertes

Die Offenheit unserer Interviewpartner, die sich sehr nahbar und schülerfreundlich für uns und unsere Fragen Zeit nahmen.

Die Fischbäckchen, die bei einer innerdeutschen wie auch -thüringischen Verständigung am Abend als Diskussionstreibmittel fungierten.

Dass bereits ein Zeiss-Fan vor mir in Bischkek Station machte.

Herausforderndes

Interviews so offen wie möglich zu gestalten, gleichzeitig aber die eigenen Interessen abzudecken und den Schülern vertrauen, dass ihnen genau das auch schon gelingt. Grundsätzlich funktionierte das ganz gut, wenn auch manche Formulierung der Aufregung geschuldet zu holprig kam. Aber Schwamm drüber – es musste sich ganz und gar nicht geschämt werden und das ließ mich stolz diesen Tag beenden.